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  • 01/07/15--08:27: Hagebutten Chutney
  • IMG_6877

    Hallo 2015! Ich hoffe ihr seid gut rüber gerutscht. Ich habe die Feiertage genutzt und war mit meiner Mama Hagebutten pflücken um euch zeigen, wie man sie richtig verarbeitet  - da gibt es nämlich eine Menge zu beachten. Die roten Früchte sind wahre Mistdinger, aber die Konsistenz von Marmelade und Chutney ist so unbeschreiblich herrlich, dass sich die viele Arbeit einfach auszahlt. (Hab ich schon erwähnt, dass Hagebuttenmarmelade meine absolute Lieblingsmarmelade aller Zeiten ist?) IMG_6880 Der Ärger fängt schon bei der Ernte an. Hagebutten (im burgenländischen Dialekt übrigens Hetscherl genannt) wachsen bei uns wild in der Steppe, quasi an jeder Ecke. Erkennbar ist das dornige Gestrüpp mit den leuchtenden roten Punkten am Besten im Winter - und da ist bei uns auch Erntezeit. Sie müssen nach dem ersten Frost geerntet werden, durch die Kälte werden sie schön weich und je länger sie am Strauch reifen, desto süßer werden sie. Die geernteten Hagebutten lassen sich gut ein paar Tage lagern ohne Schaden zu nehmen, am Besten flach ausgebreitet am Balkon. IMG_6784 Neben den vielen Dornen, die einem das Ernten zur Qual machen können, haben Hagebutten auch in ihrem Inneren ein paar Widrigkeiten versteckt: sehr viele Kerne und noch mehr kleine Härchen. Manche (meine Oma zum Beispiel) schneiden deswegen alle Hagebutten einzeln auf und schaben Kerne plus Härchen heraus. Mir ist das zu viel Aufwand, vor allem weil ja trotzdem Härchen zurückbleiben können. Die sind sehr unangenehm, da sie mit ihren kleinen Widerhaken im Gaumen kleben bleiben. Deswegen müsse die Härchen unbedingt weg. Hier kommt der todsichere Weg für das perfekte Hagebuttenmus: IMG_6786 Um ca 1kg Hagebuttenmus herzustellen braucht ihr mindestens 1,5kg Hagebutten. Das Endgewicht hängt ein bisschen davon ab, wie viel Wasser ihr zugebt. Wenn ihr auf Nummer Sicher gehen und ein schön dickes Mus haben wollt, nehmt lieber 2kg Hagebutten. Die Hagebutten "entkapperln" (die Kappe wegschneiden) und mit Wasser waschen (einmal komplett mit Wasser bedecken und abgießen reicht). Wer sich über die Hände wundert, die gehören diesmal meiner Mama, auf deren Wissen ich bei diesem Rezept dankbar zurückgegriffen habe. IMG_6808 Die Hagebutten in einem großen Topf geben und soviel Wasser dazu geben, dass die Früchte gerade so mit Wasser bedeckt sind. Zugedeckt auf den Herd stellen und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze 1 Stunde köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. IMG_6809 Die Hagebutten portionsweise durch die Flotte Lotte passieren. Vorsicht, die Kerne springen gerne heraus. (Die Flotte Lotte zwischendurch waschen, ansonsten bekommt man nichts mehr durch.) Den zurückgebliebenen "Kern-Abfall" nicht wegschmeißen, sondern in einen Topf geben und mit Wasser aufgießen, bis eine dickflüssige Sauce entsteht (sieht ein bisserl wie Sauce Bolognese aus). Diese Sauce eine halbe Stunde am Herd köcheln lassen und nochmal durch die Flotte Lotte passieren. So bekommt ihr viel mehr Mus aus den Hagebutten. Die ganze Arbeit soll sich ja auszahlen. IMG_6810 Um die Härchen zu entfernen, brauchen wir nun ein Haarsieb. Solche sehr feinen Siebe gibt es in der einfachen Holzfassung (wie auf dem Bild) auf herkömmlichen Märkten für wenige Euros. Dazu wird ein "Stößel" mit tiefen Rillen geliefert. In den Rillen fangen sich die Härchen. IMG_6811 Das Mus portionsweise durch das Haarsieb streichen um alle kleinen Härchen los zu werden. Zwischendurch die Rillen des Stößels immer wieder reinigen. Diesen Schritt dürft ihr nicht aussparen, sonst ist das Mus ungenießbar! (Ich erinnere: Härchen mit Widerhaken am Gaumen...) Damit habt ihr den schwierigsten Teil geschafft. Aus dem Mus könnt ihr jetzt ganz einfach Marmelade machen, einfach (Gelier)Zucker nach Geschmack hinzufügen und bis zur Gelierprobe kochen. Oder ihr macht ein fruchtig-scharfes Chutney! IMG_6812 Wir brauchen: Hagebuttenmus, rote Zwiebeln, Äpfel, die Schale einer Bio-Orange, Rohrzucker, Ingwer, Zimtstange, Chilischoten, Nelken, Koriandersamen, Cayennepfeffer, Apfelessig, Salz und schwarzer Pfeffer. IMG_6817 Für das Chutney die Zwiebeln und den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Chilischoten entkernen und fein hacken. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Hagebuttenmus in einen großen Topf geben. Apfelessig, Rohrzucker und die Schale einer Bio-Orange dazugeben. IMG_6835 Nelken und Koriandersamen im Mörser zerstoßen und unter das Chutney rühren, die Zimtstange einlegen. Zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren, damit sich das Mus nicht am Boden festsetzt. IMG_6865 Die Zimtstange herausnehmen und mit reichlich Salz, Cayennepfeffer und Pfeffer würzen. Mit einem Kartoffelstampfer die Apfelstückchen ein bisschen kleinstampfen. Falls ihr ein bisschen ein dickeres Chutney wollt, könnt ihr es noch wie ich mit etwas Gelierfix (1-2TL) eindicken. Dann in heiße, sterilisierte Gläschen abfüllen. Ich wasche die Gläschen aus und stelle sie bei 100°C Ober-/Unterhitze in den Backofen. Das finde ich unkomplizierter als Auskochen in einem Topf mit Wasser. Wenn ihr steril arbeitet, haltet das Chutney locker ein Jahr (Keller ist immer ein guter Lagerplatz). IMG_6881 Seht ihr diese cremige Konsistenz und die geniale Farbe? Das können nur Hagebutten! Das Chutney ist etwas pikant, etwas scharf, etwas süß, etwas herb und hat einen unverwechselbaren Hetscherl-Geschmack. Ein herrliches Gaumengefühl. Da zahlt sich die ganze Arbeit mit passieren, kochen, passieren und sieben definitiv aus. IMG_6894 Ich habe das Chutney gleich zu einem kräftigen Bergkäse probiert - eine sehr tolle Kombination. Lasst es euch schmecken!    
    5.0 from 1 reviews
    Hagebutten Chutney
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: ca. 12 Gläser
    Zutaten
    • 1kg Hagebuttenmus
    • 250g rote Zwiebeln
    • 2 Äpfel
    • 1 Bio-Orange, nur die Schale
    • 250g Rohrzucker
    • 1 daumengroßes Stück Ingwer
    • 1 Zimtstange
    • 2 kleine Chilischoten
    • 1EL Nelken
    • 1EL Koriandersamen
    • 1EL Cayennepfeffer
    • 100ml Apfelessig
    • Salz, schwarzer Pfeffer
    Zubereitung
    1. Um ca 1kg Hagebuttenmus herzustellen braucht ihr mindestens 1,5kg Hagebutten. Das Endgewicht hängt ein bisschen davon ab, wie viel Wasser ihr zugebt. Wenn ihr auf Nummer Sicher gehen und ein schön dickes Mus haben wollt, nehmt lieber 2kg Hagebutten.
    2. Die Hagebutten "entkapperln" (die Kappe wegschneiden) und mit Wasser waschen. In einem großen Topf geben und soviel Wasser dazu geben, dass die Früchte gerade so mit Wasser bedeckt sind. Zugedeckt auf den Herd stellen und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze 1 Stunde köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.
    3. Die Hagebutten portionsweise durch die Flotte Lotte passieren. Vorsicht, die Kerne springen gerne heraus. (Die Flotte Lotte zwischendurch waschen, ansonsten bekommt man nichts mehr durch.) Den zurückgebliebenen "Kern-Abfall" nicht wegschmeißen, sondern in einen Topf geben und mit Wasser aufgießen, bis eine dickflüssige Sauce entsteht. Diese Sauce eine halbe Stunde am Herd köcheln lassen und nochmal durch die Flotte Lotte passieren. So bekommt ihr viel mehr aus den Hagebutten heraus.
    4. Als letzten Schritt das Mus durch ein Haarsieb streichen um alle kleinen Härchen los zu werden. (Diesen Schritt nicht aussparen, sonst ist das Mus ungenießbar!)
    5. Für das Chutney die Zwiebeln und den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Chilischoten entkernen und fein hacken. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Hagebuttenmus in einen großen Topf geben.
    6. Apfelessig, Rohrzucker und die Schale einer Bio-Orange dazugeben. Nelken und Koriandersamen im Mörser zerstoßen und unter das Chutney rühren, die Zimtstange einlegen. Zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren, damit sich das Mus nicht am Boden festsetzt.
    7. Die Zimtstange herausnehmen und mit reichlich Salz, Cayennepfeffer und Pfeffer würzen. Mit einem Kartoffelstampfer die Apfelstückchen ein bisschen kleinstampfen. Falls ihr ein bisschen ein dickeres Chutney wollt, könnt ihr es noch mit etwas Gelierfix (1-2TL) eindicken.
    8. Dann in heiße, sterilisierte Gläschen abfüllen. Ich wasche die Gläschen aus und stelle sie bei 100°C Ober-/Unterhitze in den Backofen. Das finde ich unkomplizierter als Auskochen in einem Topf mit Wasser. Wenn ihr steril arbeitet, haltet das Chutney locker ein Jahr (Keller ist immer ein guter Lagerplatz).
     

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    IMG_7124

    Die Hochsaison der Orange ist da! Gerade rechtzeitig, denn zumindest bei mir erwacht schon langsam die Vorfreude auf den Frühling. Davon lenkt mich das intensive Aroma und die Vielseitigkeit der Orange ganz gut ab. Dazu paart sich diesmal die gewöhnliche Karotte, der ich viel zu selten eine tragende Rolle spendiere - obwohl sie einfach alle Gerichte um eine süßliche Geschmacksebene bereichern kann. IMG_7130 Neben all den Aufläufen und Eintöpfen, in denen meine Karotten üblicherweise verschwinden, sind diese Cupcakes eine willkommene Abwechslung. Über das (viel zu süße) Originalrezept bin ich bei der Inspirationssuche zu Orangen-Rezepten gestoßen. Sie lassen sich unkompliziert herstellen (bisserl zamrühren und gut ists) und sind selbst nach ein paar Tagen noch wunderbar saftig. Der Karottenkuchen funktioniert auch für sich allein, ohne Frosting - dann sind es aber keine Cupcakes mehr, sondern einfache Muffins. Anderer Name, schmeckt aber immer noch toll. IMG_7075 Wir brauchen: Walnüsse, Mehl, Backpulver, Karotten, Bio-Eier, Naturjoghurt, Vanillezucker, Zucker, Pflanzenöl, Zimt, Muskatnuss, eine Orange und eine Prise Salz. IMG_7077 Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen. Muffin-Backblech mit Muffinfürmchen auslegen. Die Karotten fein reiben. Eier, Joghurt, Pflanzenöl, Vanillezucker, Zucker, Zimt, Muskatnuss und Orangenschale hinzufügen und gründlich miteinander verrühren. IMG_7081 Mehl, Backpulver und Salz miteinander mischen. Unter die Karottenmischung rühren, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Die Walnüsse grob hacken und unter den Teig mischen. IMG_7087 Den Teig gleichmäßig auf 24 Förmchen aufteilen (jedes Förmchen wird gut zu 2/3 gefüllt). Im Backofen ca. 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen! Einen Zahnstocher in einen Muffin stecken, wenn er sauber wieder heraus kommt, sind die Muffins fertig.) Die Muffins aus dem Backblech entfernen und vollständig abkühlen lassen. Die Muffins fetten ein bisschen nach, deswegen habe ich sie auf Küchenrolle stehend abkühlen lassen. Das saugt ihnen genau die Menge Fett raus, die zu viel ist. IMG_7089 Für das Frosting brauchen wir: Butter, Frischkäse (oder Topfen - aber Frischkäse funktioniert besser), Staubzucker und die Schale von einer Orange. IMG_7090 Für das Frosting die Butter mit der Hälfte des Zuckers schaumig schlagen. Die Hälfte des Frischkäse, restlichen Zucker und Orangenschale hinzufügen und nochmals kurz aufschlagen, bis die Zutaten miteinander vermischt sind. Wenn ihr zu lange schlagt, wird das Frosting zu flüssig. Deswegen für die perfekte Konsistenz den restlichen Frischkäse zum Schluss per Hand mit dem Schneebesen unterrühren. Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren. IMG_7110 Das frische, säuerliche Frosting passt herrlich zum saftigen Kuchen. Dass die Cupcakes mit Karotten gemacht sind, merkt man kaum. Ähnlich wie bei Zucchinimuffins. IMG_7125 Neben all der Orangenschale, die wir in diesem Rezept verbraucht haben, bleiben die Orangen selbst ungenutzt zurück. Eine gute Gelegenheit für einen herzhaften Orangensalat! Schmeckt auch gut mit Steak. Und zum Nachtisch gibts dann Cupcakes. Lasst es euch schmecken!  
    Karotten-Cupcakes mit Orangenfrosting
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 24
    Zutaten
    Cupcakes
    • 130g Walnüsse
    • 375g Mehl
    • 1 Pkg. Backpulver
    • eine Prise Salz
    • 450g Karotten, geschält
    • 3 Bio-Eier
    • 80g Naturjoghurt
    • 1TL Vanillezucker
    • 300g Zucker
    • 335ml Pflanzenöl
    • 1TL Zimt
    • Schale von einer Orange
    • etwas Muskatnuss, frisch gerieben
    Frosting
    • 85g Butter, zimmerwarm
    • 300g Frischkäse
    • 220g Staubzucker
    • Schale von einer Orange
    Zubereitung
    1. Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen. Muffin-Backblech mit Muffinfürmchen auslegen.
    2. Die Karotten fein reiben. Eier, Joghurt, Pflanzenöl, Vanillezucker, Zucker, Zimt, Muskatnuss und Orangenschale hinzufügen und gründlich miteinander verrühren.
    3. Mehl, Backpulver und Salz miteinander mischen. Unter die Karottenmischung rühren, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Die Walnüsse grob hacken und unter den Teig mischen.
    4. Den Teig gleichmäßig auf 24 Förmchen aufteilen (jedes Förmchen wird gut zu ⅔ gefüllt). Im Backofen ca. 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen! Einen Zahnstocher in einen Muffin stecken, wenn er sauber wieder heraus kommt, sind die Muffins fertig.)
    5. Die Muffins aus dem Backblech entfernen und vollständig abkühlen lassen.
    6. Für das Frosting die Butter mit der Hälfte des Zuckers schaumig schlagen. Die Hälfte des Frischkäse, restlichen Zucker und Orangenschale hinzufügen und nochmals kurz aufschlagen, bis die Zutaten miteinander vermischt sind. Wenn ihr zu lange schlagt, wird das Frosting zu flüssig. Deswegen für die perfekte Konsistenz den restlichen Frischkäse zum Schluss per Hand mit dem Schneebesen unterrühren.
    7. Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren.
     

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  • 03/08/15--10:58: Creme Brulée Kürbistarte
  • IMG_7415

    Ich weiss, ich bin ein bisschen spät dran mit noch einem Kürbisrezept... Es ist ja eigentlich schon fast Frühling - und die Kürbiszeit irgendwie auch schon etwas länger vorbei. Aber vielleicht habt ihr ein bisschen Kürbispüree im Tiefkühler aufgehoben, aus der Hochzeit des Gemüses, wenn man es gar nicht mehr sehen konnte. Ich habe mir angewöhnt, in so einem Fall die Kürbisse zu backen und zu Püree zu verarbeiten. Kürbispüree braucht nicht viel Platz im Tiefkühler und lässt sich wunderbar als Pastasaucen-Basis oder für schnelle Kekse verwerten. IMG_7417 Diese Tarte muss ich auch unbedingt noch diese Saison mit euch teilen, das kann einfach nicht bis zum Herbst warten. Es ist meine absolute Lieblingstarte diesen Winter gewesen! Das Originalrezept habe ich durch eine etwas andere Gewürzmischung abgewandelt, ansonsten muss man an dieser Herrlichkeit nicht viel verbessern. Der Tarteboden ist herrlich herb, fast kein Zucker stört die schokoladige Note. Auch die Füllung ist nicht übermäßig süß, aber intensiv aromatisch und wunderbar cremig. Das Highlight ist natürlich die Karamellkruste, die aus der Tarte ein wahres Erlebnis macht. Knusprig, cremig, aromatisch-süß und herb zugleich. Verständlich, dass ich von dieser Tarte nicht genug kriegen konnte, oder? IMG_7294 Für den Tarteboden brauchen wir: Kakaopulver, Mehl, Staubzucker, Butter, ein Bio-Eigelb, Zartbitterschokolade (ca. 60%) und Zucker zum Karamellisieren. IMG_7302 Kakaopulver, Mehl, Staubzucker, Salz und Butter mischen. Eigelb und 60ml kaltes Wasser untermischen und kurz durchkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Klarsichtfolie einschlagen und 30 Minuten kühlen. IMG_7323 Teig ausrollen und eine Kuchenform auskleiden. Den Rand begradigen. IMG_7332 Mit den Resten schicke Ränder formen, zum Beispiel einen geflochtenen Zopf. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Backofen auf 180°C Heißluft aufheizen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. IMG_7338 Auf den Teig Backpapier legen und mit getrockneten Bohnen ausfüllen. Den Boden für 20 Minuten blind backen. Dann nochmal ohne Bohnen 5 Minuten backen. IMG_7339 Für die Füllung brauchen wir: Kürbispüree (ca. 1 kleiner Butternusskürbis), Mehl, Schale einer Bio-Orange, Nelken, Pimentkörner, Zimt, frisch geriebene Muskatnuss, Vanillezucker, brauner Zucker, Creme fraiche und Bio-Eier. IMG_7340 Für das Kürbispüree einfach den Kürbis aufschneiden (Tipp: das geht am sichersten mit einem Brotmesser) und Kerne entfernen. Die Kürbisstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 160°C Heißluft ca. 30 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist. Aus der Schale kratzen und pürieren, fertig. IMG_7344 Das Kürbispüree mit den anderen Zutaten mischen und gut miteinander verrühren. IMG_7352 Die Schokolade grob hacken und über Wasserbad schmelzen. Den Kuchenboden auskühlen lassen und mit geschmolzener Schokolade ausstreichen. IMG_7360 Die Füllung auf den Tarteboden gießen. Bei 160°C Heißluft ca. 40-50 Minuten backen, bis sich die Tarte gerade so gesetzt hat. Im Kühlschrank über Nacht auskühlen. IMG_7406 Kurz vorm servieren mit Zucker bestreuen und mithilfe eines Bunsenbrenners karamellisieren. IMG_7418 Das Karamell verflüssigt sich nach ein paar Stunden wieder, da die Tarte darunter "schwitzt". Aber ihr könnt sie immer wieder mit Zucker bestreuen und eine neue Knusperschicht kreieren. Lasst es euch schmecken!  
    Creme Brulée Kürbistarte
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 12
    Zutaten
    Tarteboden
    • 50g Kakaopulver
    • 175g Mehl
    • 2EL Staubzucker
    • 115g Butter
    • 1 Bio-Eigelb
    • 100g Zartbitterschokolade (ca 60%)
    • 50g Zucker zum Karamellisieren
    Kürbisfüllung
    • 425g Kürbispüree (ca. 1 kleiner Butternusskürbis)
    • 2EL Mehl
    • Schale einer Bio-Orange
    • 5 Nelken
    • 5 Pimentkörner
    • 1TL Zimt, gemahlen
    • 1TL Vanillezucker
    • frisch geriebene Muskatnuss
    • 100g brauner Zucker
    • 300g Creme fraiche
    • 2 Bio-Eier
    • 2 Bio-Eigelb
    Zubereitung
    1. Kakaopulver, Mehl, Staubzucker, Salz und Butter mischen. Eigelb und 60ml kaltes Wasser untermischen und kurz durchkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Klarsichtfolie einschlagen und 30 Minuten kühlen.
    2. Teig ausrollen und eine Kuchenform auskleiden. Den Rand begradigen. Mit den Resten schicke Ränder formen, zum Beispiel einen geflochtenen Zopf. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
    3. Backofen auf 180°C Heißluft aufheizen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Auf den Teig Backpapier legen und mit getrockneten Bohnen ausfüllen. Den Boden für 20 Minuten blind backen. Dann nochmal ohne Bohnen 5 Minuten backen. Die Schokolade grob hacken und über Wasserbad schmelzen. Den Kuchenboden auskühlen lassen und mit geschmolzener Schokolade ausstreichen.
    4. Für das Kürbispüree einfach den Kürbis aufschneiden (Tipp: das geht am sichersten mit einem Brotmesser) und Kerne entfernen. Die Kürbisstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 160°C Heißluft ca. 30 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist. Aus der Schale kratzen und pürieren, fertig.
    5. Für die Füllung alles miteinander mischen und in den Kuchenboden füllen. Bei 160°C Heißluft ca. 40-50 Minuten backen, bis sich die Tarte gerade so gesetzt hat. Im Kühlschrank über Nacht auskühlen.
    6. Kurz vorm servieren mit Zucker bestreuen und mithilfe eines Bunsenbrenners karamellisieren.
     

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  • 10/19/14--08:05: Rote Rüben-Kartoffelsalat
  • IMG_6370

    Ich muss gleich vornweg klar stellen: grundsätzlich liebe ich meinen Kartoffelsalat ganz einfach, mit Essig und Öl und einer fein gehackten roten Zwiebel. Ganz schlicht und ohne Klimbim (also Schnörkel). Ein schweres, cremiges Dressing würde das leckere Kartoffelaroma nur zerstören. Kommen aber rote Rüben ins Spiel, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das intensiv süß-erdige Aroma der roten Knollen verträgt sich nämlich sehr gut mit viel Klimbim. IMG_6364 Auf die Idee gebracht hat mich ein vegetarischer Lieferdienst aus Wien, die mal einen ähnlichen Salat im Sortiment hatten. Also zumindest waren es dort auch Kartoffeln und rote Rüben mit einem cremigen Dressing. Was fruchtiges hatte mir aber gefehlt. Fruchtig passt einfach so herrlich zur erdigen Rübe. Ein guter Grund, selbst ein Rezept zusammen zu panschen. Ein bisschen ist der Salat außerdem als Hommage an die Frankfurter Grie Soß zu verstehen. Zumindest stammt die Grundidee zum Dressing aus dieser Ecke, wenngleich auch mit weniger Kräutern. IMG_6351 Wir brauchen: rote Rüben, Kartoffeln, Bio-Eier, Apfel, Naturjoghurt, Dijon-Senf, Knoblauch, Schalotte, Schnittlauch, Petersilie, Saz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl. IMG_6353 Schalotte und Knoblauchzehe schälen und klein hacken. Die Eier halbieren, das Eigelb herausnehmen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Mit Senf, Joghurt und einem Schuss Olivenöl glatt rühren. Schnittlauch und Petersilie unter die Sauce mischen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker kräftig abschmecken. IMG_6359 Die roten Rüben mit Olivenöl bestreichen, salzen und in Alufolie gewickelt im Ofen bei 150°C Heißluft 1 Stunde weich garen. Dann etwas auskühlen lassen und schälen. Die Kartoffeln 20 Minuten in Salzwasser weich kochen und schälen. Etwas ausdampfen lassen. Die Eier hartkochen und schälen. Den Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Rote Rüben und Kartoffeln auch in Würfel schneiden. Die Eiweiß fein hacken. Alles mit der vorbereiteten Sauce vermischen. Mit Salz final abschmecken (die Kartoffeln schlucken ziemlich viel Geschmack). Im Kühlschrank mindestens 1/2 Stunde durchziehen lassen. IMG_6367 Trotz des cremigen Dressings schmeckt der Salat frisch und liegt nicht schwer im Magen. Für mich der perfekte Lunch im Büro, ihr könnt ihn aber genauso gut als Beilage zu Steak oder Fisch reichen.    
    Rote Rüben-Kartoffelsalat
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 2
    Zutaten
    • 2 rote Rüben
    • 4 Kartoffeln
    • 3 Bio-Eier
    • 1 Apfel
    • 100g Naturjoghurt
    • 1TL Dijon-Senf
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 Schalotte
    • 1EL Schnittlauch, gehackt
    • 1EL Petersilie, gehackt
    • Saz, Pfeffer
    • Zucker
    • Olivenöl
    Zubereitung
    1. Die roten Rüben mit Olivenöl bestreichen, salzen und in Alufolie gewickelt im Ofen bei 150°C Heißluft 1 Stunde weich garen. Dann etwas auskühlen lassen und schälen. Die Kartoffeln 20 Minuten in Salzwasser weich kochen und schälen. Etwas ausdampfen lassen. Die Eier hartkochen und schälen.
    2. Die Eier halbieren, das Eigelb herausnehmen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Mit Senf, Joghurt und einem Schuss Olivenöl glatt rühren. Schalotte und Knoblauchzehe schälen und klein hacken. Zusammen mit Schnittlauch und Petersilie unter die Sauce mischen.
    3. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker kräftig abschmecken.
    4. Den Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Rote Rüben und Kartoffeln auch in Würfel schneiden. Die Eiweiß fein hacken. Alles mit der vorbereiteten Sauce vermischen. Mit Salz final abschmecken (die Kartoffeln schlucken ziemlich viel Geschmack). Im Kühlschrank mindestens ½ Stunde durchziehen lassen.
     

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  • 11/02/14--06:17: Apfel-Cheesecake
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    Letzte Woche verging mir die Zeit ein bisschen zu schnell (und das obwohl Zeitumstellung war!). Neben Geburtstagsmenü kochen für meine Mama und Rehwürschtel mit herrlichem Tellicherry Pfeffer produzieren, blieb der Blog einfach hinten angestellt. Dafür könnt ihr euch in nächster Zeit auf Bratwurst-Rezepte, Punscheis, Lebkuchen-Kuchen und dergleichen winterliche Leckereien freuen. Aber fangen wir erstmal mit einer cremig-fruchtigen Cheesecake an. Auf die geniale Kombi Apfelkuchen und Cheesecake wurde ich bei einem Cheesecake Tasting aufmerksam. (Dort gabs auch noch ein paar andere spannende Kreationen - zum Beispiel eine Maroni Cheesecake. Muss ich auch unbedingt noch diesen Winter nachbacken.) IMG_6389 Das Rezept für diesen herrlichen Apfelkuchen-Cheesecake-Hybrid ist von Malu's Köstlichkeiten inspiriert. Leider bin ich nach wie vor unfähig, ein gescheites Karamell zu kochen (kann mir irgendwer einen Crashkurs spendieren? Gibts ja nicht, dass ich kein Karamell zustande bringe), aber auch ohne schmeckt die Cheesecake fantastisch. Die Amarettini steuern die passende Karamellnote bei. IMG_6276 Wir brauchen: Amarettini, geschmolzene Butter, Äpfel, Zitronensaft, Zucker, Frischkäse, Ricotta, Schlagobers, Staubzucker, Speisestärke, Vanillezucker und Bio-Eier. IMG_6278 Die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf mit Zitronensaft beträufelt und 2TL Zucker vermischt weich kochen. Die Apfelstückchen sollten aber noch Biss haben. Zu viel Flüssigkeit weggießen. Das Kompott abkühlen lassen. IMG_6282 Den Backofen auf 180° C Heißluft vorheizen. Die Amarettini fein zerbröseln, entweder mit einem Mixer oder alternativ indem ihr die Kekse in ein Plastiksackerl gebt, es gut verschließt und mit einem Nudelholz darüberrollt bis die Kekse fein zermahlen sind. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrüme mischen. Auf den Boden einer Springform (ø 26-28 cm) gleichmäßig verstreichen (mit den Fingern festdrücken). Den Boden 10 Minuten vorbacken. Die Backofentemperatur auf 160°C reduzieren. IMG_6296 Mithilfe eines Mixers den Frischkäse luftig aufschlagen (ca. 3-4 Minuten), dann Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und eine Prise Salz hinzufügen. Ein Ei nach dem anderen in die Masse einschlagen, dazwischen immer gut mixen. Zum Schluss den Ricotta und Schlagobers einrühren. IMG_6299 Das Apfelkompott auf dem vorgebackenen Keksboden verteilen, dabei einen 2cm breiten Rand frei lassen. Die Creme vorsichtig auf den Äpfeln verteilen, glattstreichen und die Springform auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben. Ca. 50 Minuten backen. Fertig ist der Kuchen, wenn er in der Mitte noch etwas wackelt. Um Risse zu vermeiden, kann man eine Schüssel mit Wasser auf den Backofenboden stellen. IMG_6384 Den Kuchen bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag bei Bedarf mit einer Schicht Vanille-Sauerrahm verzieren. IMG_6392 Apfelkuchen und Cheesecake in einem, gibts was besseres im Herbst?    
    Apfel-Cheesecake
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 12
    Zutaten
    • 250g Amarettini
    • 85g geschmolzene Butter
    • 5-6 Äpfel (ca. 500g)
    • 3EL Zitronensaft
    • 2TL Zucker
    • 420g Frischkäse
    • 250g Ricotta
    • 2EL Schlagobers
    • 135g Staubzucker
    • 2EL Speisestärke
    • 1EL Vanillezucker
    • 2 Bio-Eier
    Zubereitung
    1. Den Backofen auf 180° C Heißluft vorheizen. Die Amarettini fein zerbröseln, entweder mit einem Mixer oder alternativ indem ihr die Kekse in ein Plastiksackerl gebt, es gut verschließt und mit einem Nudelholz darüberrollt bis die Kekse fein zermahlen sind. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrüme mischen.. Auf den Boden einer Springform (ø 26-28 cm) gleichmäßig verstreichen (mit den Fingern festdrücken). Den Boden 10 Minuten vorbacken. Die Backofentemperatur auf 160°C reduzieren.
    2. Die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf mit Zitronensaft beträufelt und 2TL Zucker vermischt weich kochen. Die Apfelstückchen sollten aber noch Biss haben. Zu viel Flüssigkeit weggießen. Das Kompott abkühlen lassen.
    3. Mithilfe eines Mixers den Frischkäse luftig aufschlagen (ca. 3-4 Minuten), dann Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und eine Prise Salz hinzufügen. Ein Ei nach dem anderen in die Masse einschlagen, dazwischen immer gut mixen. Zum Schluss den Ricotta und Schlagobers einrühren.
    4. Das Apfelkompott auf dem vorgebackenen Keksboden verteilen, dabei einen 2cm breiten Rand frei lassen.
    5. Die Creme vorsichtig auf den Äpfeln verteilen, glattstreichen und die Springform auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben. Ca. 50 Minuten backen. Fertig ist der Kuchen, wenn er in der Mitte noch etwas wackelt. Um Risse zu vermeiden, kann man eine Schüssel mit Wasser auf den Backofenboden stellen.
    6. Den Kuchen bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag bei Bedarf mit einer Schicht Vanille-Sauerrahm verzieren.
     

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    Seitdem ich den Film Julie & Julia gesehen habe, will ich Boeuf Bourguignon probieren. Die Komödie dreht sich um den Beginn von Julia Childs Kochkarriere. Gleichzeitig wird die Geschichte von der jungen Julie Powell erzählt, die auf einem Foodblog ihre Versuche dokumentiert, sämtliche Rezepte aus Julia Childs Kochbuch nachzukochen. Unter anderem versucht sie sich eben an Boeuf Bourguignon - das es nun auch endlich bei mir gibt (natürlich mit ein bisschen vanillakitchen Touch). IMG_9212 Viel Arbeit ist das Schmorgericht eigentlich nicht, es braucht nur genug Zeit um all die herrlichen Aromen entfalten zu können. Ein bisschen sieht es wie ein einfaches Gulasch aus, geschmacklich unterscheiden sich die beiden Gerichte aber sehr stark. In meiner Version habe ich die geschmorten Champignons weggelassen, die traditionell auch dazu gehören. Dafür gibts ein bisschen mehr Gemüse als Basis. Der Wein ist maßgeblich für den Geschmack verantwortlich, deswegen solltet ihr euch da auch nicht lumpen lassen. Für ein gutes Boeuf Bourguignon muss es schon ein vollmundiger Rotwein sein. Genauso wichtig ist natürlich die Fleischqualität, denn das ist die zweite Hauptzutat in diesem Gericht. Habt ihr hochwertiges Fleisch und einen guten Rotwein, kann eigentlich nichts schief gehen. IMG_9162 Wir brauchen: mageres Bio-Rindfleisch, durchzogener Speck, Karotten, Petersilienwurzel, Zwiebel, griffiges Mehl, Salz, Pfeffer, Rotwein (naheliegend wäre ein Burgunder), Rindssuppe, Tomatenmark, Knoblauch Thymian, Lorbeer, kleine Zwiebelchen oder Schalotten,  Butter,  Pflanzenöl und Petersilie. IMG_9165 Speck in ca. 0,5x4 cm lange Streifen schneiden, den Backofen auf 240°C Heißluft vorheizen. Einen großen Schmortopf erhitzen und die Speckstreifen darin 2-3 Minuten auslassen und leicht bräunen. Mit einem Löffel herausheben und beiseite stellen. IMG_9169 Das Fleisch in ca. 4x4cm große Würfel schneiden. Die Fleischwürfel im heißen Speckfett portionsweise rundherum anbraten, bis sie schön gebräunt sind. Zum gebratenen Speck legen. IMG_9171 Zwiebel schälen und klein würfeln. Karotten und Petersilienwurzel schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln, Petersilienwurzel und Karotten im Schmortopf anschwitzen. Speck und Fleisch zum Gemüse geben, mit Salz und Pfeffer würzen und das griffige Mehl unterrrühen. Im Ofen 4 Minuten ohne Deckel anrösten, kurz umrühren und weitere 4 Minuten braten. IMG_9177 Die Ofentemperatur auf 165°C reduzieren. Den Schmortopf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Das Fleisch herausnehmen und beseitestellen. Tomatenmark einrühren. Das Fleisch zurück in den Topf geben. Mit Wein und Suppe ablöschen, bis das Fleisch bedeckt ist. In einem Teeei Thymian und Lorbeerblatt einschließen und in den Topf geben. (Es geht natürlich auch ohne Teeei, aber so kann man am Ende alle Gewürze ohne lästiges Rumsuchen wieder rausfischen.) Den Knoblauch schälen, im Ganzen zerdrücken und in den Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann zugedeckt im Ofen ca. 2,5-3 Stunden schmoren lassen. IMG_9184 Ungefähr 1 Stunde vor Ende der Schmorzeit die kleinen Zwiebelchen schälen und in einem Topf mit Butter und Öl ca. 10 Minuten rundherum anschwitzen. Die Zwiebeln sollten eine schöne Bräunung bekommen. Seid vorsichtig, dass sie sich nicht auflösen. Suppe angießen. Petersilie, Lorbeer und Thymian in ein Teeei geben und in die Flüssigkeit hängen. Zugedeckt ca. 30 Minuten schmoren, bis die Zwiebelchen weich sind. Der Zwiebelsud schmeckt absolut herrlich! IMG_9190 Wenn sich das Fleisch mit einer Gabel leicht zerteilen lässt, ist es perfekt. Das Fleisch aus dem Saft heben, und den Saft je nach Konsistenz etwas einkochen oder mit Wasser verdünnen (ich habe den Zwiebelsud hinein gegeben). Fleisch und Zwiebelchen zum Saft geben. IMG_9213 Als Beilage passt alles von Baguette über Nudeln oder Salzkartoffeln bis hin zu Semmelknödeln - hauptsache saugfähig um die tolle Sauce aufzunehmen. Butter-Erbsen bringen einen Frische- und Farbkick auf den Teller. Lasst es euch schmecken!    
    Boeuf Bourguignon
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 4
    Zutaten
    • ca. 1kg (mageres) Bio-Rindfleisch (zum Beispiel Schulterscherzel)
    • 120g durchzogener Speck
    • 3 Karotten
    • 1 Petersilienwurzel
    • 1 Zwiebel
    • 2EL griffiges Mehl
    • Salz, Pfeffer
    • ca.600ml Rotwein (z.B. ein Burgunder)
    • 500ml Rindssuppe
    • 1EL Tomatenmark
    • 2 Knoblauchzehen
    • ½TL Thymian, getrocknet
    • 1 Lorbeerblatt
    Geschmorte Zwiebeln
    • 16-20 kleine Zwiebelchen oder Schalotten
    • 2EL Butter
    • 1EL Pflanzenöl
    • 150ml Rindssuppe
    • 1TL Petersilie, getrocknet
    • 1 Lorbeerblatt
    • ½TL Thymian, getrocknet
    • Salz, Pfeffer
    Zubereitung
    1. Speck in ca. 0,5x4 cm lange Streifen schneiden, das Fleisch in ca. 4x4cm große Würfel schneiden. Zwiebel schälen und klein würfeln. Karotten und Petersilienwurzel schälen und in Scheiben schneiden. Den Backofen auf 240°C Heißluft vorheizen.
    2. Einen großen Schmortopf erhitzen und die Speckstreifen darin 2-3 Minuten auslassen und leicht bräunen. Mit einem Löffel herausheben und beiseite stellen. Die Fleischwürfel im heißen Speckfett portionsweise rundherum anbraten, bis sie schön gebräunt sind. Zum gebratenen Speck legen.
    3. Zwiebeln, Petersilienwurzel und Karotten im Schmortopf anschwitzen. Speck und Fleisch zum Gemüse geben, mit Salz und Pfeffer würzen und das griffige Mehl unterrrühen. Im Ofen 4 Minuten ohne Deckel anrösten, kurz umrühren und weitere 4 Minuten braten.
    4. Die Ofentemperatur auf 165°C reduzieren. Den Schmortopf bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Das Fleisch herausnehmen und beseitestellen. Tomatenmark einrühren. Das Fleisch zurück in den Topf geben. Mit Wein und Suppe ablöschen, bis das Fleisch bedeckt ist. In einem Teeei Thymian und Lorbeerblatt einschließen und in den Topf geben. Den Knoblauch schälen, im Ganzen zerdrücken und in den Topf geben. Einmal aufkochen lassen, dann zugedeckt im Ofen ca. 2,5-3 Stunden schmoren lassen.
    5. Ungefähr 1 Stunde vor Ende der Schmorzeit die kleinen Zwiebelchen schälen und in einem Topf mit Butter und Öl ca. 10 Minuten rundherum anschwitzen. Die Zwiebeln sollten eine schöne Bräunung bekommen. Seid vorsichtig, dass sie sich nicht auflösen. Suppe angießen. Petersilie, Lorbeer und Thymian in ein Teeei geben und in die Flüssigkeit hängen. Zugedeckt ca. 30 Minuten schmoren, bis die Zwiebelchen weich sind.
    6. Wenn sich das Fleisch mit einer Gabel leicht zerteilen lässt, ist es perfekt. Das Fleisch aus dem Saft heben, und den Saft je nach Konsistenz etwas einkochen oder mit Wasser verdünnen (ich habe den Zwiebelsud hinein gegeben). Fleisch und Zwiebelchen zum Saft geben.
    7. Als Beilage passt alles von Baguette über Nudeln oder Salzkartoffeln bis hin zu Semmelknödeln - hauptsache saugfähig um die tolle Sauce aufzunehmen. Butter-Erbsen bringen einen Frische- und Farbkick auf den Teller.
     

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    Kennt ihr das, wenn ihr etwas Neues probiert, was gar nicht so spektakulär wirkt und einen dann komplett überrascht? Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich in einem afghanischen Restaurant eine Nachspeise gegessen, die mit heißen, knusprigen Datteln kombiniert war. Bis dahin kannte ich Datteln eher gefüllt mit Walnüssen oder gerollt mit Speck - aber süß und heiß? Dazu gab es nur eine Reaktion: genial! Außen ein leichter Crunch, gefolgt von einem köstlich cremigen Innenleben, mit dieser herrlich herben Süße. Warum habe ich das nicht schon früher gegessen? Ist ja doch recht banal. Aber gut, die besten Dinge sind oft banal. Wie frisch gebackenes Brot mit gesalzener Butter. IMG_6726 Somit war klar, diese Datteln müssen irgendwie nachempfunden werden, natürlich mit einer schönen Begleitung in Form eines würzigen Milchreis. Der Kokosmilchreis bekommt durch die Orange ein herrliches Aroma, der Ingwer steuert ein bisschen frische Schärfe hinzu. Genau der richtige Kick für das cremige Dessert. Der Milchreis selbst wird nicht so viel gesüßt, dafür werden ja heiße Datteln dazu kombiniert. Die geben dem Reis eine wunderbare Karamell-Süße. IMG_6705 Wir brauchen: Kokosmilch, eine Bio-Orange, Vanillezucker, Honig, eine Prise Salz, frischer Ingwer, Milchreis, Datteln und Butter. IMG_6707 In einem Topf den Reis mit Vanillezucker, Salz, Ingwer und Kokosmilch verrühren. Die Schale einer halben Orange dazureiben und den Saft einer halben Orange hineinpressen. Mit 2TL Honig süßen und zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Alle paar Minuten umrühren, damit sich der Milchreis nicht am Boden ansetzt. Der Milchreis ist fertig, wenn er eine cremige Konsistenz mit einem bissfesten Kern hat. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, wenn der Reis mehr Flüssigkeit braucht. IMG_6712 Die zweite Orangenhälfte in eine Pfanne pressen. 2TL Honig hinzufügen und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Die Datteln hineinlegen und mit karamellisieren. Zum Schluss mit Butter montieren. IMG_6723 Den Milchreis in zwei Schälchen aufteilen und mit den heißen Datteln garnieren. IMG_6731 Ein wunderbar cremiges Winterdessert, dass ziemlich schnell gezaubert ist (ohne Butter und Honig auch vegan). Es lässt sich besonders gut in einer Decke eingekuschelt auf der Couch genießen. Lasst es euch schmecken!    
    Kokosmilchreis mit karamellisierten Datteln
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 2
    Zutaten
    • 1 Dose Kokosmilch
    • 1 Bio-Orange
    • 1TL Vanillezucker
    • 4TL Honig
    • 1 Prise Salz
    • 1TL frischer Ingwer, fein gehackt
    • 100g Milchreis
    • 100g Datteln
    • 10g Butter
    Zubereitung
    1. In einem Topf den Reis mit Vanillezucker, Salz, Ingwer und Kokosmilch verrühren. Die Schale einer halben Orange dazureiben und den Saft einer halben Orange hineinpressen. Mit 2TL Honig süßen und zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Alle paar Minuten umrühren, damit sich der Milchreis nicht am Boden ansetzt. Der Milchreis ist fertig, wenn er eine cremige Konsistenz mit einem bissfesten Kern hat. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, wenn der Reis mehr Flüssigkeit braucht.
    2. Die zweite Orangenhälfte in eine Pfanne pressen. 2TL Honig hinzufügen und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Die Datteln hineinlegen und mitkaramellisieren. Zum Schluss mit Butter montieren.
    3. Den Milchreis in zwei Schälchen aufteilen und mit den heißen Datteln garnieren.
     

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    Heut mach ich mal Werbung in eigener Sache - denn vanillakitchen wird nächste Woche beim vorweihnachtlichen Kunstmarkt "Creative WoMen" dabei sein. Von Freitag bis Sonntag werden im stilvollen Ambiente des Bridge Club Wien die verschiedensten Aussteller zugegen sein und von Schmuck über Keramik bis hin zu allerlei essbaren Köstlichkeiten verschiedenste Eigenproduktionen anbieten. Bei mir könnt ihr euch mit selbstgebackenen Keksen eindecken. Außerdem gibts Quittenchutney mit Tonkabohne und Quittenmarmelade solange der Vorrat reicht. CW15 front Sehr spannend finde ich, dass der Bridge Club Wien in einer großzügigen Wohnung in der Wiener Innenstadt residiert, die 1913 vom Architekten Adolf Loos eingerichtet wurde und als erstklassig ausgestattete großbürgerliche Wohnung bis heute erhalten blieb (nähere Infos und Fotos). Im Zuge des Kunstmarkts besteht die Möglichkeit, die ansonsten für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Wohnung zu besichtigen. Ich freu mich auf euch! Und jetzt mach ich mich mal flugs ans backen...   Hard facts: Kunstmarkt Creative WoMen 20.-22. November 2015 Bridge Club Wien - Loos Räume, Reischachstraße 3/11, 1010 Wien Öffnungszeiten: FR: 14-19.00 SA: 11-19.00 SO: 11-19.00 Facebook Event

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    Die letzten Wochen waren geprägt vom Kekse backen - weswegen es auch am Blog etwas still wurde. Für den Kunstmarkt "Creative Women" habe ich gut 25kg produziert und meine Wohnung in ein Keksparadies verwandelt. Da wacht man auch schon mal mitten in der Nacht alarmbereit auf, weil man geträumt hat, dass ein Erdbeben alle Kekse zerstört hat... Es ist natürlich nichts kaputt gegangen. IMG_9458 Jetzt sind alle Kekse wieder weg und ich habe großes Verlangen nach simplem, herzhaften Essen. Was bietet sich da besser an als eine cremige Suppe, vollgestopft mit bombastischen Aromen von viel Wurzelgemüse? Die Kartoffelsuppe ist schnell gezaubert und hat eine herrlich frische Note durch den hinzugefügten Frischkäse. Dafür verzichten wir vollkommen auf Schlagobers. Um der Suppe ein bisschen Pep zu verleihen, habe ich ein bisschen mit der Einlage experimentiert. Anstatt von Croutons gibt es bei mir kleine Bratkartoffeln, die mit Würstchen, Speck und Frühlingszwiebeln angebraten werden. Eine köstliche Kombi! IMG_9412 Wir brauchen: Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel, Lauchstange, Kartoffeln, Knoblauch, Rapsöl, Butter, Pimentkörner, Nelken, Lorbeerblätter, Majoran, frischer Thymian, Gemüsebrühe, Frischkäse, Salz und Pfeffer. Für die Einlage brauchen wir: lila Kartoffeln (normale gehen natürlich auch, Hauptsache festkochend), Speck, Frühlingszwiebel, Frankfurter Würstel, Butter, Rapsöl und Salz. IMG_9413 Für die Suppe Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Lauchstange putzen, halbieren und in Streifen schneiden. In einem großen Topf das Rapsöl und die Butter erhitzen und das klein geschnittene Gemüse bei mittlerer Hitze andünsten.Die Kartoffeln schälen, würfeln und zum Gemüse geben. Mit Gemüsebrühe ablöschen. IMG_9418 Nelken, Pimentkörner und Lorbeer in ein Teeei einschließen und zur Suppe geben. Majoran und Thymian hinzufügen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Zugedeckt 30 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. IMG_9420 Während die Suppe köchelt, die Einlage vorbereiten: Den Speck fein würfeln und in einer Pfanne knusprig braten. Die Frühlingszwiebel fein hacken, die Frankfurter in Scheiben schneiden. IMG_9421 Die Kartoffeln schälen und klein würfeln. Ihr müsst natürlich nicht zwingend lila Kartoffeln nehmen. Ich hatte grad welche da, und fand sie geben einen schönen Kontrast zur goldgelben Suppe. Den Speck aus der Pfanne nehmen und stattdessen die Kartoffelwürfel zum Speckfett geben, das Rapsöl hinzufügen. Bei mittlerer Hitze die Kartoffeln ca 15-20 Minuten braten, bis sie außen knusprig und innen weich sind. Dabei immer wieder umrühren. Wenn die Kartoffeln durch sind, die Hitze erhöhen und die Butter in die Pfanne geben. Frühlingszwiebeln und Frankfurter hinein geben und anrösten. Zum Schluss die Speckwürfel einrühren. Mit Salt würzen. IMG_9431 Um die Suppe zu finalisieren, das Teeei und die Thymianstengel entfernen. Die Suppe gut pürieren, dabei den Frischkäse hinzufügen. Eventuell ein bisschen Wasser nachgießen, wenn die Suppe zu dickflüssig ist. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. IMG_9450 Die Suppe auf Teller aufteilen und mit der Einlage servieren. Ihr könnt auch noch ein bisschen frische Frühlingszwiebelwürfelchen und Schnittlauch darüber streuen, für ein bisschen grüne Farbe. Die Suppe ist wunderbar cremig und vielschichtig im Geschmack. Dazu die herzhafte Einlage, die der Suppe in bisschen Crunch verleiht - herrlich! Ihr könnt die Suppe auch ganz einfach vegetarisch servieren, einfach die Einlage ein bisschen anpassen, und zum Beispiel Steinpilze statt Speck und Würstchen anbraten. Lasst es euch schmecken!    
    Cremige Kartoffelsuppe mit Würstchen und Thymian
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 4-6
    Zutaten
    Suppe
    • 1 Zwiebel
    • 1 Karotte
    • 1 Petersilienwurzel
    • ½ Lauchstange
    • 500g Kartoffeln, mehlig
    • 1 Knoblauchzehe
    • 2EL Rapsöl
    • 20g Butter
    • 5 Pimentkörner
    • 3 Nelken
    • 2 Lorbeerblätter
    • 1EL Majoran, gerebelt
    • 2-3 Zweige frischer Thymian
    • ca. 700ml Gemüsebrühe
    • 2EL Frischkäse
    • ½ Zitrone
    • Salz, Pfeffer
    Einlage
    • 200g lila Kartoffeln, festkochend
    • 60g Speck
    • 1 Frühlingszwiebel
    • 2 Frankfurter Würstel
    • 20g Butter
    • 1EL Rapsöl
    • Salz
    Zubereitung
    1. Für die Suppe Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Lauchstange putzen, halbieren und in Streifen schneiden. In einem großen Topf das Rapsöl und die Butter erhitzen und das klein geschnittene Gemüse bei mittlerer Hitze andünsten.
    2. Die Kartoffeln schälen, würfeln und zum Gemüse geben. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Nelken, Pimentkörner und Lorbeer in ein Teeei einschließen und zur Suppe geben. Majoran und Thymian hinzufügen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Zugedeckt 30 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
    3. Während die Suppe köchelt, die Einlage vorbereiten: Den Speck fein würfeln und in einer Pfanne knusprig braten. Die Kartoffeln schälen und klein würfeln. Den Speck aus der Pfanne nehmen und stattdessen die Kartoffelwürfel zum Speckfett geben, das Rapsöl hinzufügen. Bei mittlerer Hitze die Kartoffeln ca 15-20 Minuten braten, bis sie außen knusprig und innen weich sind. Dabei immer wieder umrühren.
    4. Die Frühlingszwiebel fein hacken, die Frankfurter in Scheiben schneiden. Wenn die Kartoffeln durch sind, die Hitze erhöhen und die Butter in die Pfanne geben. Frühlingszwiebeln und Frankfurter hinein geben und anrösten. Zum Schluss die Speckwürfel einrühren. Mit Salt würzen.
    5. Um die Suppe zu finalisieren, das Teeei und die Thymianstengel entfernen. Die Suppe gut pürieren, dabei den Frischkäse hinzufügen. Eventuell ein bisschen Wasser nachgießen, wenn die Suppe zu dickflüssig ist. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Ein bisschen Zitronensaft verleiht der Suppe zusätzliche Frische. Die Suppe in Teller aufteilen und mit Einlage servieren.
     

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    Jänner und Februar finde ich kulinarisch immer als große Herausforderung. Es dauert doch noch ein bisserl bis der Frühling mit all seinen Herrlichkeiten anfängt und das Wintergemüse beginnt schön langsam bisserl eintönig zu werden. Muss es aber nicht! Aus Rotkraut und Karotte lassen sich zum Beispiel zu einem herrlich bunten und knackigen Salat zaubern, der einen mit seiner Frische aus dem Winterschlaf holt. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber grad nach den Weihnachts- und Silvesterfestgelagen ist mir so ein frisches Essen sehr willkommen. IMG_9609 Über die Idee zu diesem Salat bin ich gestoplert als ich nach guten Verwertungsmöglichkeiten für gebratenes Hühnerfleisch gesucht habe. (Der Salat lässt sich aber genauso gut komplett vegetarisch ohne Huhn zubereiten!) Statt Erdnüsse gibts bei mir Paranüsse (weil sie so gut sind!) und ein bisschen Avocado hat sich auch dazu geschummelt - wegen der wunderbaren Cremigkeit. Hier das Rezept: IMG_9589 Wir brauchen: Rotkraut, eine rote Zwiebel, Karotten, Hühnchen (gekocht oder gebraten), Frühlingszwiebel, Paranüsse, frische Petersilie, Zitrone, Avocado, Sriracha Sauce, Knoblauchzehen, Honig, Sojasauce, Rapsöl, Salz und Pfeffer. IMG_9590 Das Rotkraut putzen und mithilfe einer Hachel in feine Streifen hacheln. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Karotten schälen und mit einer Käsereibe in Streifen reiben.  Frühlingszwiebeln und Petersilie waschen und putzen, grob hacken. Einen Teil unter den Salat mischen. IMG_9592 Für das Dressing die Zitrone auspressen und mit Honig, Sojasauce, Rapsöl und Srirachasauce verrühren. Den Knoblauch schälen und zum Dressing pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse mit dem Dressing vermischen. Hühnchen grob zerpflücken und unter den Salat heben. IMG_9597 Die Nüsse grob hacken. Die Avocado halbieren, entkernen, aus der Schale lösen und in Streifen schneiden. Den Salat gut mischen. Den Salat auf Tellern anrichten und mit ein paar Scheiben Avocado belegen. Mit Frühlingszwiebeln, Petersilie und Nüssen bestreuen. IMG_9616 Bisher gabs bei mir Krautsalat meist als Coleslaw, mir gefällt diese leichtere Variante aber viel besser! Ich kann mir den Salat auch wunderbar im Sommer zum Grillen vorstellen. Lasst es euch schmecken!   Hier die Druckversion:
    Rotkrautsalat (Vietnamesisch inspiriert)
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: 4
    Zutaten
    • ½ Kopf Rotkraut
    • 1 rote Zwiebel
    • 2 Karotten
    • 100g Hühnchen (gekocht oder gebraten)
    • 2 Frühlingszwiebelstangen
    • 1 Handvoll Paranüsse
    • 1 Handvoll frische Petersilie
    • 1 Avocado
    Dressing
    • 1 Zitrone
    • 1EL Sriracha Sauce
    • 2 Knoblauchzehen
    • 1EL Honig
    • 2EL Sojasauce
    • 2EL Rapsöl
    • Salz, Pfeffer
    Zubereitung
    1. Für das Dressing die Zitrone auspressen und mit Honig, Sojasauce, Rapsöl und Srirachasauce verrühren. Den Knoblauch schälen und zum Dressing pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    2. Das Rotkraut putzen und mithilfe einer Hachel in feine Streifen hacheln. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Karotten schälen und mit einer Käsereibe in Streifen reiben.
    3. Das Gemüse mit dem Dressing vermischen. Hühnchen grob zerpflücken und unter den Salat heben. Frühlingszwiebeln und Petersilie waschen und putzen, grob hacken. Einen Teil unter den Salat mischen. Die Nüsse ebenfalls grob hacken. Die Avocado halbieren, entkernen, aus der Schale lösen und in Streifen schneiden.
    4. Den Salat auf Tellern anrichten und mit Avocadoscheiben belegen. Mit Frühlingszwiebeln, Petersilie und Nüssen bestreuen.
     

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    Wie ihr vielleicht wisst, stelle ich von Zeit zu Zeit gerne alte Rezepte vor (hauptsächlich aus dem Nordburgenland). Balasn sind das urtypischste, was ich mit meine Heimat Illmitz im Burgenland verbinde. Außerhalb von Illmitz und dem Nachbardorf Apetlon sind Balasn ziemlich unbekannt. Deswegen dachte ich mir, ich teile dieses Rezept mit euch. Die handtellergroßen, knusprigen Apfeltaschen gibt es bei meiner Oma zu praktisch jedem wichtigen Festessen als Nachtisch (und zum Kaffee). Vor allem zu Weihnachten, da dürfen wir sie gleich an allen drei Feiertagen genießen. Immer frisch herausgebacken, immer selbstgemacht. Wenn man nicht mindestens zwei Balasn pro Durchgang schafft, dann macht sich die Oma Sorgen. IMG_9754 Original macht meine Oma Balasn immer mit normalen Weizenmehl. Natürlich nach altem Familienrezept. Davon hat quasi jede Familie im Dorf ihr eigenes. Deswegen befinden sich im Rezeptbuch meiner Mutter gleich drei verschiedene Rezepte für Balasn. Ich habe die Feiertage genutzt und mir ganz viele Tipps und Tricks von meiner Oma abgeholt, wie ich am Besten Balasn zubereiten kann. Denn mit ein bisschen Hintergrundwissen ist es gar nicht schwer. Passend zum Anti-Weizenmehl Trend des letzten Jahres hat meine Mama mit verschiedensten Mehlsorten für Balasn herumexperimentiert. Mit der genialen Erkenntnis, dass Dinkelvollkornmehl den Apfeltaschen eine wunderbar nussige Note verleiht. Das macht den knusprigen Teig gleich spannender. Also legen wir mal los! Ich habe diesmal sehr viele Fotos gemacht, damit ihr jeden Handgriff sehen könnt. Die Hände auf den Fotos gehören meiner Mama, die mir das Rezept gezeigt hat. IMG_9669 Wir brauchen: Äpfel (Boskop passen sehr gut, weil sie ein bisschen säuerlich sind), Zimt, Zucker, Butter, Dinkelvollkornmehl, Bio-Eidotter, Rum, Milch, Sauerrahm, Salz, Staubzucker, Pflanzenöl zum Frittieren (z.B. Rapsöl) und Staubzucker mit Vanille gemischt zum Bestreuen. IMG_9674 Die Äpfel schälen und mit einer groben Käsereibe reiben. Mit Zimt und Zucker mischen. Beiseite stellen, damit die Äpfel ein bisschen Saft lassen können. Die Masse ist herrlich! Wunderbar zimtig und süß-sauer. Als Kind bin ich immer neben der Schüssel gestanden und habe genascht. Deswegen zahlt es sich aus, gleich von vornherein 1-2 Äpfel mehr zu reissen. IMG_9683 Für den Teig Butter mit Eidotter, Staubzucker und einer Prise Salz mithilfe einer Küchenmaschine verrühren. Den Rum und 1/3 des Mehls hinzufügen, gut miteinander vermischen. IMG_9690 Dann den Sauerrahm und wieder 1/3 des Mehls untermischen. Zum Schluss Milch und das restliche Mehl einrühren. Ein klebriger Teig entsteht, den wir jetzt noch per Hand glatt kneten müssen. IMG_9701 Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei auch alle Mehlreste aus der Schüssel mit auf die Fläche geben. (Mein Knethaken reicht nicht komplett bis zum Boden der Schüssel, deswegen sammelt sich dort immer ein bisschen Mehl.) Mit den Händen durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Der fertige Teig klebt nicht. IMG_9712 Den Teig in ca. 19 gleich große Kugeln teilen (Tischtennisballgröße). Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche einen Teigball ca. 1-2mm dick ausrollen. (Nicht zu dünn, sonst reißen die Balasn später beim Herausbacken auseinander.) IMG_9717 Ein kleines Sieb mit geraspelten Äpfeln füllen und diese auf den ausgerollten Teigling platzieren. (Einfach schwungvoll auf den Teig stürzen.) Mit diesem Trick bekommen wir die tolle Form und maximalen Äpfelinhalt. IMG_9720 Einen zweiten Teigball ausrollen und über die Füllung schlagen. Die Ränder fest aneinanderdrücken, dabei darauf achten, dass ihr keine Luft mit einschließt. IMG_9723 Mit einem großen runden Ausstecher den überschüssigen Teig entfernen (die Balasn hat einen Durchmesser von ca. 10cm). Wenn ihr keinen Ausstecher habt, nehmt einfach ein Messer um den Rand abzuschneiden. Die Balasn vorsichtig von der Arbeitsfläche lösen und den Rand abermals fest zusammendrücken. Auf einem bemehlten Brett ablegen. Den Teigrest von der vorherigen Balasn glatt kneten und als untere Hälfte der nächsten Balasn verwenden. Für den Deckel einen neuen Teigball ausrollen. So weiter verfahren bis der gesamte Teig verbraucht ist. (An dieser Stelle können die noch nicht herausgebackenen Balasn problemlos eingefroren werden. Mit einem Geschirrtuch bedeckt können sie auch im Kühlschrank bis zu 4 Tage aufbewahrt werden, bevor man sie frittiert.) IMG_9739 In einem Topf das Öl erhitzen. Es muss genug Öl im Topf sein, dass die Balassn schwimmend herausgebacken werden können! (Ansonsten würde die Stelle, die aufliegt, anbrennen.) Die Balasn mit der gewölbten Seite zuerst hineingleiten lassen. Ca. 1 Minute frittieren, dann drehen und die flache Seite nochmals ca. 30 Sekunden frittieren. Die Balasn sollte rundherum eine satte goldbraune Farbe haben. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Noch warm mit Staubzucker bestreuen und sofort servieren. IMG_9757 Am allerbesten schmecken Balasn frisch herausgebacken, dann ist der Teig schön knusprig und die Apfelfülle herrlich warm und saftig. Wenn ihr sie ein bisschen stehen lasst, am besten nicht zudecken, damit die Knusprigkeit so lang wie möglich erhalten bleibt. Natürlich essen wir auch übriggebliebene Balasn am nächsten Tag, der Teig wird einfach nur ein bisschen weich (dafür schmeckt er dann sogar noch nussiger finde ich). IMG_9765 Lasst es euch schmecken!    
    5.0 from 1 reviews
    Balassn (aka. Apfeltaschen mit Dinkel)
     
    Arbeitszeit
    Kochzeit
    Zeit insgesamt
     
    Portionen: ca. 15-18
    Zutaten
    • 1,25kg Äpfel (Boskop passen sehr gut)
    • 1EL Zimt
    • 3EL Zucker
    Dinkelteig
    • 150g Butter, zimmerwarm
    • 375g Dinkelvollkornmehl
    • 3 Bio-Eidotter
    • 2EL Rum
    • 30ml Milch
    • 125g Sauerrahm
    • 1 Prise Salz
    • 1EL Staubzucker
    • 1L Pflanzenöl zum Frittieren (z.B. Rapsöl)
    • Staubzucker mit Vanille gemischt zum Bestreuen
    Zubereitung
    1. Die Äpfel schälen und mit einer groben Käsereibe reiben. Mit Zimt und Zucker mischen. Beiseite stellen, damit die Äpfel ein bisschen Saft lassen.
    2. Für den Teig Butter mit Eidotter, Staubzucker und einer Prise Salz mithilfe einer Küchenmaschine schaumig rühren. Den Rum und ⅓ des Mehls hinzufügen, gut miteinander vermischen. Dann den Sauerrahm und wieder ⅓ des Mehls untermischen. Zum Schluss Milch und das restliche Mehl einrühren.
    3. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig in ca. 19 gleich große Kugeln teilen (Tischtennisballgröße).
    4. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche einen Teigball ca. 1-2mm dick ausrollen. Ein kleines Sieb mit geraspelten Äpfeln füllen und diese auf den ausgerollten Teigling platzieren. Einen zweiten Teigball ausrollen und darüberschlagen. Die Ränder fest aneinanderdrücken. Mit einem großen runden Ausstecher den überschüssigen Teig entfernen (die Balassn hat einen Durchmesser von ca. 10cm). Die Balassn vorsichtig von der Arbeitsfläche lösen und den Rand abermals fest zusammendrücken. Auf einem bemehlten Brett ablegen.
    5. Den Teigrest von der vorherigen Balassn glatt kneten und als untere Hälfte der nächsten Balassn verwenden. Für den Deckel einen neuen Teigball ausrollen. So weiter verfahren bis der gesamte Teig verbraucht ist. (An dieser Stelle können die noch nicht herausgebackenen Balassn problemlos eingefroren werden. Mit einem Geschirrtuch bedeckt können sie auch im Kühlschrank bis zu 4 Tage aufbewahrt werden, bevor man sie frittiert.)
    6. In einem Topf das Öl erhitzen. Die Balassn mit der gewölbten Seite zuerst hineingleiten lassen. Ca. 1 Minute frittieren, dann drehen und die flache Seite nochmals ca. 30 Sekunden frittieren. Die Balassn sollte rundherum eine satte goldbraune Farbe haben. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Noch warm mit Staubzucker bestreuen und sofort servieren.
     

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